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Schändung des jüdischen Friedhofs und Lügenmärchen Halterner Nazis

6.8.2008

Auf der Neonazi-Plattform „AG-Ruhr-Mitte“ erschein heute morgen ein Artikel, der über „betrunkene Antifaschisten“ phantasierte, die um 3 Uhr nachts die Nachbarn eines Mietshauses „zweier nationaler Aktivisten“ mitten in der Nacht wecken wollten, um sie über diese „natonalen Aktivisten“ zu informieren. Dazu hätten sie „mit Fußtritten und Steinen“ versucht, die Haustür aufzubrechen. Die Personen erkannte man von Seiten der Nazis als zwei Marler und einen Halterner Antifaschisten, die man sogleich mit Namen, Foto und kleinen Geschichten bedachte. Als die Polizei gekommen sei, sei ein Antifaschist geflüchtet, die anderen hätten die „nationalen Aktivisten“ wegen einer „angeblichen Sachbeschädigung“ angezeigt.

Hier der link zum Artikel : AG-Ruhr-Mitte

Soweit die Märchenwelt der Halterner Neonazis. Und was war wirklich los ?

3 Neonazis aus Haltern waren in der Nacht zum 6.8. in der Innenstadt unterwegs, um den jüdischen Friedhof mit Hakenkreuzen zu schänden und anderswo Parolen wie „Fuck USA“ und SS-Runen samt Hakenkreuzen zu sprühen. Blöderweise ließen sie sich dabei von antifaschistisch eingestellten Jugendlichen beobachten, die sogleich die Verfolgung aufnahmen und via Telefon Polizei und andere Antifaschisten über das Geschehen informierten. Die Polizei kam und nahm eine Anzeige auf. Nach Abziehen der Polizei untersuchte man die Innenstadt nach weiteren Parolen und nahm die Spur erneut auf, und als zwei der drei Nazis, Patrick und Michelle Rink, sich in ihre Wohnung zurückzogen, riefen sie sogleich ihrerseits die Polizei, weil sie bemerkt hatten, dass sie bei ihrer Tour Beobachter gefunden hatten. Diese kam und fand die Antifaschisten erneut in der Nähe der Wohnung auf, teilte ihnen mit, dass sie Verständnis für ihre Wut hätten, sie ihnen aber Platzverweise erteilen müssten.

Am nächsten morgen machte man sich zur Bürgervertretung auf und erwirkte so, dass die Parolen schnellstmöglichst entfernt wurden.

Es hat sich also nicht um die im Naziartikel „identifizierten“ Personen gehalten; wir vermuten eher, dass die Halterner Nazis aus Scham vor den besser organisierten (und intelligenteren) Nazis aus Marl oder Gladbeck diesen Teil einfach erfanden, um sich nicht vorwerfen lassen zu müssen, niemanden erkannt zu haben.

Auch waren die Antifaschisten nicht betrunken oder randalierten gar mit Steinen vor der Tür – auch diesen Part wird man wohl erfunden haben, um sich von den Kameraden nicht vorwerfen lassen zu müssen, warum man die Antifaschisten nicht gewaltsam vertrieben hat.

Es hat sich auch natürlich nicht um einen Outing-Versuch gehandelt, vielmehr hat man mit der Verfolgung der Nazis das Sprühen weiterer Parolen zu verhindern versucht.

Ausserdem hat niemand nach Abrücken nochmals versucht, ins Haus einzudringen. Wieder eine erfundene Geschichte, um das Bedrohungspotenzial gegen arme „nationale Aktivisten“ aufzukaschieren und sich so zu Opfern zu stilisieren. Nach dem Platzverweis sind vielmehr alle Leute schlafen gegangen.

Auch hat es keinerlei „Provokationen“ und „körperliche Gewaltandrohungen“ gegen Halterner Neonazis gegeben.

Fazit : Mal wieder ein Artikel der lokalen Neonaziszene, der ein Hohn ist auf jedes journalistische Interesse an Wahrheit oder Objektivität. Die Strategie ist klar : Auf der Straße eine Bedrohung und Einschüchterung gegen alle politischen Feinde aufbauen, während man sich propagandistisch, zB. im Internet, als Opfer „antifaschistischer Subjekte“ inszeniert.

And the story goes on…

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