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flyer : Verhindert das Revisionistentreffen am Annaberg !

9.11.2008

Verhindert das Revisionistentreffen am Annaberg !

Worum geht’s ?
Im Sommer 2009 findet auf dem Halterner Annaberg wieder das alljährliche,53. Schlesiergedenktreffen, eingebettet in die christliche Anna-Wallfahrt, statt. Wie in den 2 Jahren zuvor wird diese die Geschichte verdrehende, nationalistische und ewiggestrigen Rechten bis Rechtsextremisten eine scheinbar unverdächtige Plattform bietende Veranstaltung auch dieses Jahr nicht ohne unseren Protest über die Bühne laufen können.

Was ist denn daran so schlimm ?
Das Treffen wird vom Bund der Vertriebenen, der Landsmannschaft der Oberschlesier, veranstaltet. Der BdV war die erfolgreichste Sammelbewegung der sich nach dem Kriegsende 1945 neu organisierenden Nazis. Er rettete die von den Nationalsozialisten propagierte nationalistische Blut&Boden-Ideologie in die Nachkriegs-BRD, indem sie durch das vermeintliche Leid der nach dem Kriegsende aus Osteuropa ausgesiedelten Deutschen als völlig harmlose Natürlichkeit, „gottgegebenes Recht auf Heimat“, getarnt wurde.
In ihrer „Charta der Heimatvertriebenen“, quasi ihrem politischen Programm, erdreisten sich dann unter anderem ehemalige NS-Richter, die den Tod von Tausenden zu verantworten haben, diverse andere Kriegsverbrecher sowie NS-Politiker, die im BdV prompt wieder die Führungspositionen einnnahmen und die Charta unterschrieben, auf „Rache und Vergeltung“ zu verzichten. Ehemalige GAU-Leiter, die die Verfolgung und Ermordung von Juden, Widerstandskämpfern, Intellektuellen, Kommunisten und anderen im besetzten Osteuropa organisierten, werden also Vertreter der aus genau diesen nach dem Krieg ausgesiedelten/vertriebenen Deutschen und geloben, sich dafür nicht an Polen, Tschechen und Russen rächen zu wollen.
Wie geheime Mitschnitte belegen, finden noch heute in interneren Veranstaltungen des BdV rechtsradikale Hetzreden und Verschwörungstheorien ihren Platz. Zum Beispiel empört man sich über das „Kriegsverbrechen“, das der tchechische Geheimdienst aus dem Exil begangen haben soll, als er den höchsten für die Organisierung von Verfolgung und Holocaust verantwortlichen NS-Funktionär im von Deutschland besetzten Tchechien in einer Geheimoperation erschossen hat.

Aber das sind doch ganz harmlose alte Leute !
Die scheinbare Harmlosigkeit der „alten Leute“ in traditionellen Trachten und schlesischen Fahnen gehört zur Taktik des Bundes der Vertriebenen. Sie versuchen sich als Opfer von „Krieg und Vertreibung“ darzustellen und damit ihre Aggression, ihren antisemitischen und rassistischen Vernichtungswahn, ihre Täterschaft im Nationalsozialismus, im Krieg und im Holocaust, zu verwischen. Nur, weil diese Leute alt sind und einige im Zuge ihrer Aussiedlung oder Vertreibung Leid erfahren und Verwandte verloren haben, sind sie noch längst keine Opfer ! Der Bund der Vertriebenen schafft es sehr erfolgreich, gleichzeitig alle möglichen Nationalisten, Geschichtsrevisionisten und Rechtsextremisten im Boot zu haben und trotzdem in der deutschen Politik mitzuspielen, indem er sich nach außen harmlos gibt. So erhält er teilweise Gelder aus Steuermitteln und hat durchsetzen können, dass in Berlin in der Nähe des Holocaustmahnmals ein „Mahnmal gegen Flucht und Vertreibung“ gebaut wird, was wir als völlig inakzeptable Gleichsetzung der Opfer des Holocausts mit den deutschen Vertriebenen begreifen. Und das, obwohl Sie alle „harmlose alte Leute“ sind ? Wohl gerade deshalb.

Aber die haben doch mit heutigen Neonazis nix am Hut !
Der größte, alljährlich stattfindende Neonaziaufmarsch in Deutschland zum Jahrestag der Bombardierung von Dresden wurde von einer Untergruppe des BdV organisiert, die dann aber aus dem Verband ausgeschlossen werden musste, als diese durch ihre offen neonazistische Agitation auffiel und so der Tarnung gefährlich wurde. Es passte nämlich nicht mehr ganz ins oben erklärrte Konzept, dass unter seinem Namen bis zu 6000 gewaltbereite Neonazis und andere BdV-Mitglieder durch Dresden marschierten. Auch sonst fühlen sich Nazis hier pudelwohl, so jubelten die Marler Neonazis der „Autonomen Nationalisten Marl“ über ihre Teilnahme des Halterner Gedenkens im letzten Jahr, wie gut sich die Leute dort doch „in netter Umgebung“ und dem „ein oder anderen Getränk“ mit ihnen verstanden hätten und wie „spannend“ ihre Geschichten gewesen seien. Eben jene Neonazis griffen im letzten Sommer unter anderem ein Jugendzentrum in Marl an und stachen einem Besucher mit einem Messer in den Hinterkopf, er überlebte nur knapp.

Und jetzt ?
Wir wollen nicht zulassen, dass dieses Treffen Teil der Halterner Selbstverständlichkeit bleibt, es aus der Deckung holen und möglichst verhindern, dass sich Nationalisten und Geschichtsrevisionisten erneut auf dem Annaberg treffen ! Im bayrischen Schliersee konnte vor ca 1 1\2 Jahren ein ähnliches „Gedenken“ durch antifaschistische Kritik verhindert werden – das kann auch in Haltern klappen ! Achtet deshalb auf unsere Arbeit, besucht unsere Internetseite http://www.antifahaltern.wordpress.com und beteiligt euch an Gegenaktivitäten, die den Rechten zeigen, dass sie hier nicht mehr geduldet sind

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