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Pressemitteilung der antifa.haltern zu Naziangriffen

1.3.2009

Pressemitteilung der antifa.haltern zu Neonaziangriffen in der Nacht vom 27.02. zum 28.02

Folgende Pressemitteilung erging am Nachmittag des 28.02. an die Redaktionen der Halterner Zeitung und der Halterner Lokalredaktion der Zeitung „Der Westen“.

In der Nacht auf den 28.02. attackierten Neonazis aus Haltern und Marl in Haltern jugendliche Passanten und Besucher einer Privatfeier. Dabei wurden vier Personen verletzt, zwei erlitten Nasenbrüche, einer eine schwere Kopfverletzung, alle mussten im Krankenhaus behandelt werden. Außerdem erlitten viele Feiernde Reizungen der Augenschleimhäute und Atemwege.

In bisher noch nicht genau geklärter Reihenfolge griffen die Neonazis eine Person zwischen BHf und Old Daddy überfallartig an und schlugen ihr Steine auf den Kopf. Sie liegt zur Stunde noch im Krankenhaus. Eine weitere Person konnte sich nach einem Angriff am BHf leicht verletzt durch Flucht retten. Zwei weitere Personen wurden danach in der Saarsiedlung abermals überfallartig aus einer großen, mit Schlagstöcken bewaffneten Gruppe angegriffen, sie erlitten Hämatome am ganzen Körper und Nasenbrüche, konnten das Krankenhaus nach der Behandlung erst gegen Morgen wieder verlassen. Danach leiteten die Täter Reizgas durch ein Fenster in ein Wohnhaus in der Saar-Siedlung, in der eine Geburtstagsfeier von Oberstufenschülern stattfand. Die Polizei fasste einige Täter, andere konnten entkommen. Nach der Personalienaufnahme wurden die Täter freigelassen, woraufhin sie sich mit dem Flüchtigen am BHf sammeln und erneut Jugendliche bedrohen und zur Flucht nötigen.

*update*
Nach weiteren Zeugenberichten ist der Verlauf des Überfalls zwischen HBf und der Disco „Old Daddy“ nun klarer und um ein schockierendes Detail reicher. Der Übergriff auf 3 Personen erfolgte dort gegen vier Uhr morgens, also weit nachdem die Polizei bereits einige Täter an der Privatwohnung festgenommen hatte, mit mit den Worten : „Ihr seid uns nicht deutsch genug“ und „Jetzt stirbst du, du Scheißneger“, was die Neonazis dadurch zu unterstreichen wussten, indem der für seine Gewalttaten bekannte Nazi Patrick Rink aus Haltern/Recklinghausen, der Halbbruder des festgenommenen „Michelle Rehfeld“, einem der Opfer eine Schusswaffe an den Kopf hielt. 2 Personen konnten nach einer kurzen Auseinandersetzung fliehen, die dritte wurde, wie bereits bekannt, mit Steinen niedergeschlagen.

Hinzu kommt, dass die Zeitung „der Westen“ von einer verletzten 19jährigen berichtet, die gegen 2 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz attackiert worden wäre – abermals nach den Vorfällen an der Privatwohnung, nachdem die Polizei längst involviert war und bereits Täter festgenommen hatte.

Anne-Marie Liebich, Pressepsprecherin der antifa.haltern, erklärt dazu :

„Die erneute Eskalation der Gewalt seitens Halterner und lokaler Neonazis unterstreicht erneut ihre Gefährlichkeit vor der wir seit einem Jahr vehement warnen. Wir erkennen in der Praxis von Polizei und Justiz, die die Täter noch immer nicht ausreichend verfolgen, einen riesigen Nachholbedarf. Haltern entwickelt sich immer mehr zu einem Gewaltparadies für Neonazis wie es Marl längst ist. Auch die Auswahl der Opfer zeigt, dass es sich hier nicht um eine „Rivalität zwischen Jugendbanden“ handelt, wie die Vorfälle oft heruntergespielt werden. Die Betroffenen wurden nicht ausgewählt, weil Sie politisch links gewesen wären oder sich gegen Rechts engagierten, sondern weil sie keine Nationalsozialisten waren. Es hat sie daher völlig wahllos getroffen. Wir rufen alle Halterner Bürger und Bürgerinnen und vorallem die Jugendlichen dazu auf, sich nicht einschüchtern zu lassen, und werden unseren Protest gegen Nazigewalt und den Umgang seitens Polizei und Justiz damit auf die Straße tragen, um endlich eine konsequente Verfolgung zu erreichen. Wir bitten darüber hinaus mögliche weitere Opfer und Augenzeugen, sich über unsere E-Mail-Adresse „antifa.haltern@web.de“ oder unsere Homepage „antifahaltern.wordpress.com“ bei uns zu melden.“

Presseschau :
Der Westen
Halterner Zeitung

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2 Kommentare

  1. ich bin der, der den ziegelstein auf den kopf bekommen hat und ich hoffe ich kann auf eure unterstüzung zählen […]


  2. Es ist so dreisst solche Vorfälle herunterzuspielen. Ich kann nicht fassen, das nichts dagegen getan wird.



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